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Archiveintrag

27.01.08 19:30 Filmvorführung

Am Ende kommen Touristen

Am Abend des Gedenktages für die Opfer

des Nationalsozialismus in Deutschland! - Film und Diskussion

Sven hatte schon eine Zivildienststelle in Amsterdam in Aussicht, doch als diese ihm absagt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als seinen Zivildienst in einer Begegnungsstätte in Oswiecim (Auschwitz) in Polen zu machen.

Dort angekommen, soll sich Sven um den KZ-Überlebenden Krzeminski kümmern. Diese neuartige Aufgabe, die fremde Sprache, die Geschichte des Ortes Auschwitz und auch die Routine, wie mit der Vergangenheit umgegangen wird, stürmen auf Sven ein. Eingestellt auf eine Zivildienstzeit in einem Jugendzentrum, fällt es ihm schwer, sich einzuleben...

Doch dann verliebt sich Sven in die polnische Dolmetscherin Ania und beginnt, seine Freizeit auch außerhalb der Begegnungsstätte zu verbringen. Er merkt jedoch, dass ein normales Leben an einem Ort wie Auschwitz schwierig bleibt. Svens Freundin Ania hat ihre eigenen Pläne und bekommt ein Stipendium für Brüssel. Sie möchte Sven verlassen. Dem wird nun alles zuviel und er packt seine Koffer. Doch am Ende geht der Alltag in Auschwitz weiter, es kommen wie jeden Tag die Touristen und Sven muss sich entscheiden...

Regisseur: Robert Thalheim wurde 1974 in Berlin geboren. 2006 hat er sein Studium der Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babels-berg abgeschlossen.

Inspiriert zu seinem Debütfilm "Am Ende kommen Touristen" hat ihn seine Zeit des Zivildienstes der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, die er in der pädagogischen Abteilung der internationalen Begegnungsstätte in Auschwitz verbrachte. Robert Thalheim lebt und arbeitet in Berlin.

Moderation:
Inka Thunecke / HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG-BRANDENBURG

Diskussionsgäste: Direktor der Stiftung Brandenburgische
Gedenkstätten, Prof. Dr. Günter Morsch, die Produzentin