Anfahrt

Archiveintrag

27.01.09 19:30 Lesung

Am Abend des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland!

Lesung & Gespräch

Karola Bloch / Eugen Rosenstock-Huessy

Zwei Leben gegen den Nationalsozialismus

Welf Schröter, Irene Scherer, Talheimer Verlag

 

Eine gemeinsame Veranstaltung der HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG BRANDENBURG, des Talheimer Verlages und der Klosterscheune Zehdenick. Karola Bloch und Eugen Rosenstock-Huessy – zwei Menschen, die gegen den Nationalsozialismus Widerstand leisteten, die beide Deutschland verlassen mussten  und in die USA gingen. Zwei Menschen, deren Biografien und Lebensleistungen Ermutigungen für Nachgeborene darstellen. Karola Bloch, die in Polen geborene Architektin aus  jüdischem Haus, die sich der kommunistischen Bewegung gegen Hitler anschloss und  später mit  ihrem Mann Ernst Bloch enttäuscht die DDR verließ, warnte bis zu ihrem Tod  1994 vor dem Erstarken des Antisemitismus.

 – Eugen Rosenstock-Huessy, Universaldenker, Jurist, Journalist, Pädagoge, Soziologe revolutionierte die freie Jugendarbeit, trug zu neuen Konzepten der Arbeitsorganisation wie etwa der Gruppenarbeit bei, war Arbeitsweltredakteur bei Daimler und kämpfte mit Worten gegen die Sprache der Goebbels und Hitlers.

 

„Unmündigkeit ist trotz größter zivilisatorischer und kultureller Entfaltung nach wie vor geblieben. Unsere Aufgabe ist es, unaufhaltsam aufzuklären, das Bewusstsein der Menschen wachzurütteln.“ 

(Karola Bloch)

 

„Die politische Witterung, die Nase für die Zukunft, der Spürsinn – das, was im Lateinischen ,investigare‘, vestigium: ,die Spur‘ steckt – das ist also die Verwurzelung in der Zukunft der Menschen und  ihres Zusammenlebens … Wer diesen Sinn pflegt, auf den wirkt die ferne Zukunft heute schon ein! … Der, der am tiefsten unter einem Mißstand an Leiden Anteil nimmt, ist den Stumpfsinnigen um ein Jahrhundert voraus.“  (Eugen Rosenstock-Huessy)

 

 

Eintritt 7,00 € / Ermäßigt 5,00 € /  Schüler 2,00 €