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Archiveintrag

16.05.10 16:00 Ausstellung

Ausstellung Hans Brosch / Klaus Hack

Eröffnung: Sonntag, 16. Mai 2010 / 16:00 Uhr

Hans Brosch / Malerei

Klaus Hack / Skulpturen

Brosch, "Interieur" 2009, Öl/Leinwand

Klaus Hack, Schreikleid, 2006/2007, Ulmenholz

Zwei Berliner Künstler stellen sich vor - der Maler Hans Brosch und der Bildhauer Klaus Hack. Obwohl beide unterschiedlichen Generationen angehören - Brosch wurde 1943 in Berlin geboren und Hack kam 1966 in Bayreuth zur Welt -, so verbindet sie doch bei aller Unterschiedlichkeit ihrer künstlerischen Intention die phantasievolle, bis zur Abstraktion reichende Verwandlung der Welt des Realen.
Hans Brosch begann wie so viele der Berliner Maler östlich der Grenze mit der Gestaltung der einfachen menschlichen Figur. Schon bald aber fand er zu einer zeichenhaften Montage gegenständlicher Formen, ehe der als Bühnenbildner bei Karl von Appen ausgebildete Künstler Mitte der 1970er Jahre einen Wandel vollzog. Bedeutung und Umriss wurden nach und nach abgestreift und ließen einen fast seismographischen Raum entstehen für vielfältige Bezüge zwischen freien Gestaltsetzungen - eine Form, die ihn noch heute beschäftigt: Seine informellen Farbschleier und Raumspuren verströmen eine eigene Magie. Broschs Gemälde muten an wie weich und gleichsam formlos dahinziehende atmosphärische Substanzen, die plötzlich in Bewegung geraten und poetisch universale Energien in die Anschauung spülen.

Die kraftvoll aufragenden Figurenzeichen von Klaus Hack dagegen erwachsen aus der Stämmigkeit gebundener Körperformationen. Das urwüchsig herausgeschlagene Holz ist dabei sein Material, das er in freier Form einsetzt, um eigenartig verfremdete Gestaltkombinationen in den Raum zu stellen. Seine Arbeiten behalten bei aller objekthaften Verkopplung immer einen Bezug zur Figur, sodass die eigene Leibempfindung des Betrachters in einer fast archaisch-geheimen Untergündigkeit direkt angestoßen wird. Klaus Hack, der nach seinen Studien in Nürnberg Schüler von Lothar Fischer und Rolf Szymanski in Berlin war, vereint organische und gerüsthafte Teilelemente zu erstarrt-bewegten Montagen, die gleichermaßen von bedrängender Suggestion und expressiver Skulpturensprache  geprägt sind.

Eröffnung: Sonntag, 16. Mai 2010 / 16:00 Uhr

Rede :  Dr. Fritz Jacobi
Musik:  Ragga Gröndal (voc) + Musiker

Ragga Gröndal, ist eine in Island geborene Musikerin deren musikalisches Spektrum von Folk-Musik über Jazz bis hin zum klassischen Pop reicht.