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01.10.10 19:30 Filmvorführung

40 Jahre in Venezuela - ein filmisches Tagebuch

„Wilfried Merle. Von Einem, der aus-zog ...“

"Der Mensch muss das Gute und Große wollen. Das Übrige hängt vom Schicksal ab." Alexander von Humboldt
Buch & Regie: Carl G. Hardt / Dramaturgie: Henrietta von Stahlheim / Text: Christian Hussel / D 2010 / 60 min.

Diese 80 Filmminuten sind eine Hommage an das Leben, an dessen Sinn und Einzigartigkeit. Ebenso spannend wie unterhaltsam berichten sie über venezolanische und deutsche Lebensläufe. Die unterschiedlichen Geschichten werden durch den Deutschen Wilfried Merle als Integrationsfigur übergreifend verbunden, der vor 40 Jahren mit seiner Familie nach Venezuela ausgewandert ist.

Mit ihm reist das Kinopublikum über die karibische Halbinsel Paria bis tief ins Dschungelgebiet des Orinoco-Deltas. Überall finden Begegnungen mit Menschen statt, die voller Lebensmut und mit philosophischem Humor über ihren persönlichen Werdegang und ihren Alltag berichten. Die Zuschauer begleiten Fischer vor Sonnenaufgang aufs Meer, sie lernen Greta kennen, einstige Globetrotterin und jetzige Betreiberin einer Kakaoplantage, sie finden sich in den Weiten der Feuchtsavannen unter Tausenden von Wasserbüffeln wieder u.v.m.. Letztendlich thematisiert dieser Film den Umgang mit unserer Umwelt. Dabei verharrt er nicht beim Benennen des globalen Raubbaus an der Natur, sondern bietet Gegenkonzepte an, beginnend bei der Arbeit mit Kindern. An konkreten Beispielen wird bewiesen, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht automatisch soziales Verhalten ausschließen muss. Beides ist einvernehmlich möglich.

"Wilfried Merle. Von Einem, der auszog ..." ist eine abwechslungsreiche Mischung aus Musik-, Spiel- und Dokumentarfilm sowie journalistischer Reportage. Seine Aussagen sind zeitlos und weltweit übertragbar.

Berlin, 9.7. 2010 / Henrietta von Stahlheim, Filmdramaturgin