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26.03.11 19:30 Veranstaltung allg.

Fado meets Flamenco

Celia Rojas „La india“ (Tanz), Nazaré Pereira (voc), Nico de Lamía (g),

Special Gast - Martin Lillich (b)

Die Begegnung des Flamencos mit dem Fado entstand in Berlin vor sechs Jahren, als die Flamenco-Tänzerin und Choreografin Celia Rojas die Fado-Sängerin Nazaré Pereira kennen lernte. Damals war es ein Experiment, heute ist es eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Davon zeugen Auftritte in der Berliner Philharmonie, die Tourneen in Polen und Griechenland.

 Celia Marta Rojas “La índia” studierte Pantomime bei Nils Zdenek und Schauspiel bei Hendryk Baranowski (Transformtheater) an der staatlich anerkannten Schule für Darstellende Künste "Die Etage". Ihre Flamenco-Grundausbildung erhält sie bei Manuel Moreno in Berlin. Neben Moreno sind ihre wichtigsten Flamencolehrer El Güito, Cristobal Reyes (Madrid), José Galvan und Andres Marín (Sevilla). Ihre Auftritte mit den Gruppen von Manuel Moreno und Antonio „El Rumbero“, mit Manos Flamencas und dem Flamenco-Tanztheater Ensemble von Almut Dorowa (Bernarda Albas Haus und Mujeres)  machen sie in ganz Deutschland bekannt.Neben ihre Tätigkeit als Flamenco-Tänzerin ist sie beteiligt an Tourneen mit den Gruppen Macondo (Berlin, lateinamerikanische Tänze) und Malambo (Paris-Buenos Aires, Tango und Malambo). Sie ist Veranstalterin des Flamenco Festivals 95 mit Manolete, im Metropol-Theater (heutige Admiral Palast) Berlin und der Fiesta Flamenco-Salsa in der Technischen Universität Berlin. Sie ist Leiterin der Auftrittsprogramme Encuentro Flamenco-Cuba, Klezmenco (Klezmer-Flamenco), Flamenco Digital, Der kleinen Prinz auf dem Planet des Flamenco, Flamenco und elektronische Musik (mit Ricoloop), Flamenco meets the Roots of India, Flamenco meets Balkan Gipsy, Tierra de agua y fuego (Flamenco-Fado). Sie interpretiert in eine Rolle das gemeinsame Drama von Frida Kahlo und Yerma (Musik:Nana del caballo grande, von Federico Garcia Lorca), Gernika (60 Jahre Gernika-Gegen das Vergessen, Internationales Symposion Geschichte und Gedächtnis) und Tiefrot (mit Musik von J.S.Bach, W.A.Mozart, A.Vivaldi und A.Piazolla, interpretiert von Maxim Shagaev mit Knopfakkordeon). 1994 eröffnet sie ihr Flamenco Studio in Berlin. Viele ihrer ehemaligen Schülerinnen unterrichten jetzt selber und tanzen professionell. Sie tanzte in diversen Sendungen bei IA, SAT 1, RTL, ZDF. 2006 wird  Sie von der Stadt Argentiniens La Plata prämiert sie für ihren kulturellen Beitrag (Premio de ciudadana) prämiert. 

Nazaré Pereira war 2002 im Kiez erstmals aktiv in Erscheinung getreten, als sie und ihr Mann Adriano  bei Dreharbeiten zu verschiedenen Videos und Filmen des Moabiter Regisseurs Rolf Teigler mitwirkten. Die beiden betrieben einen kleinen Laden in der Huttenstraße, in dem sie portugiesische Lebensmittel anboten. Wer Glück hatte, konnte Nazaré auch hier schon hinter der Theke singen hören - und war verzaubert von der klaren Stimme der kleinen Frau mit den vielen Locken. Der kleine Laden wurde 2003 getauscht gegen  sehr viel größere Räumlichkeiten in der Beusselstraße. Dort eröffneten Nazaré und Adriano das Loja Atlantico, ein Restaurant, das nicht nur für sein gutes Essen bekannt war, sondern auch für die wundervollen Fado-Abende, bei denen Nazaré auftrat. Begleitet wurde sie von sehr guten portugiesischen Musikern und wenn Antonio de Brito auf der Fado-Gitarre die ersten Akkorde perlen ließ, kehrte Stille im Gastraum ein.  

Nico de Lamia wächst in der Nähe von Lamia, Griechenland, als Kind einer musikalischen Familie auf. Schon mit acht Jahren nimmt er Gitarrenunterricht beim Vater. An der Staatlichen Musikschule Lamia´s studiert er klassische Gitarre und Violoncello. In Thessaloniki schließt er sein Musikstudium der klassischen Gitarre (bei Costas Cotsiolis, Neues Konservatorium) und der Musikwissenschaft ab. (Aristoteles Universität Thessaloniki, Fakultät für Bildende Künste) Später treibt ihn sein Weg nach Granada, Sevilla und Jerez, wo er die authentische Flamencokunst kennen lernt und bei Meistern wie Rafael Santiago Habichuela und Emilio Maya seine Technik vertieft. Auf seine bewegende Art begleitet er die Choreografien und die Lieder des Flamencos. Darüber hinaus tritt er mit eigenen Kompositionen auf. Seit 2005 lebt er in Berlin.

Martin Lillich, geboren 1955, absolvierte seine Ausbildung als klassischer Kontrabassist an der Hochschule der Künste Berlin. Er spielt Kontrabass, E-Bass und akustische Bassgitarren. Sein musikalisches Betätigungsfeld reicht vom Jazz über die Klassik bis zur World-Music. Sein Spezialgebiet ist Musik aus der Türkei und deren Umfeld und neuerdings auch die amerikanische New Klezmer-Szene. Er ist als Solist und als Sideman fester Bestandteil der Berliner und der Deutschen Jazz-Szene. Seit 1996 ist er Lehrbeauftragter für Bass an der Hochschule für Musik "Hans Eisler".                            www.myspace.com/nikostiachris

 

Eintrittspreis: telefonische Auskunft

Karten erhältlich auch beim Fremdenverkehrsbüro  Tel. 03307/2877