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Archiveintrag

12.11.08 19:30 Lesung

Bahman Nirumand - Lesung und Gespräch

"Wie empfand ein junger Iranischer Autor und Journalist das WEST-BERLIN des Jahres 1968?"

Geboren 1936 in Teheran, studierte Bahman Nirumand in München, Tübingen und Berlin Germanistik, Philosophie und Iranistik. 1960 promovierte er über Brecht. Nach Abschluss seines Studiums kehrte er nach Iran zurück und arbeitete dort als Dozent für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Teheran, daneben war er als Schriftsteller und Journalist tätig. Er geriet bald mit dem damals in Iran herrschenden Schah-Regime in Konflikt und flüchtete 1965, um einer bevorstehenden Verhaftung zu entgehen. Kurz vor dem Sturz des Schahs und der Machtübernahme der Islamisten kehrte er nach Iran zurück, musste jedoch nach dreijährigem Aufenthalt abermals ins Exil gehen, zunächst nach Paris und anschließend nach Berlin. Bahman Nirumand ist Autor zahlreicher Bücher, Artikel, Rundfunk- und Fernsehbeiträge. Er hat darüberhinaus einige literarische Werke aus dem Persischen ins Deutsche übertragen, darunter Werke von Sadegh Hedayat, Gholamhossein Saedi und Samad Behrangi. Für den Unionsverlag hat er »Die Reise« und »Die alte Erde« von Mahmud Doulatabadi übersetzt. Bei zwei großen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz führenden Lesereisen von Mahmud Doulatabadi (anlässlich des Erscheinens von »Kelidar« im Herbst 1997, jetzt erneut im Herbst 1998) hat Bahman Nirumand bei allen Veranstaltungen als Moderator und Übersetzer gewirkt.