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27.04.08 16:00 Ausstellung

„Bild und Szene 5“ - Nachklang in Zehdenick

Ausstellung des Bundes der Szenografen und der Meininger Museen

Die Klosterscheune Zehdenick hat die große Ehre, eine Auswahl dieser bedeutenden Ausstellung von Ende April bis Juni 2008 in Zehdenick zu präsentieren.

Ausstellung des Bundes der Szenografen und der Meininger Museen
Vom Oktober 2007 bis März 2008  wurde „Bild und Szene 5" im Schloss Elisabethenburg und im Theatermuseum Meiningen gezeigt.
Die Ausstellungsserie, vor über einem Vierteljahrhundert initiiert von der Sektion Szenografie im Verband der Bildenden Künstler der DDR, begann 1981 mit „Bild und Szene 1“ im Ausstellungszentrum unter dem Berliner Fernsehturm.
1986 folgte dort „Bild und Szene 2" als überregionale Ausstellung. Inzwischen wurde 1990 der „Bund der Szenografen" als eigenständiger Verband gegründet und 1991 vereinte „Bild und Szene 3" bereits Bühnenbildner aus Ost und West in einer ersten gesamtdeutschen Präsentation unter dem Fernsehturm.
Aber die Jahre nach der Wende brachten nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch einen Bruch des geplanten Fünf-Jahres-Rhythmus, weil bisherige Partner, Veranstaltungsorte und Sponsoren neue Wege versuchten. Erst die Bereitschaft der Meininger Museen, zukünftig als Mitveranstalter  mitzuwirken, ermöglichte im Jahre 2002 die vierte Auflage in neuen Ausstellungsorten.
Über 50 Bühnen- und Kostümbildner aus dem deutschsprachigen Raum zeigten damals ihre Arbeiten.

„Bild und Szene 5" spiegelte die inhaltlichen und strukturellen Grundbedingungen des Theaters und damit auch die des Bühnenbildners der letzten Jahre wieder. Unmittelbarer als andere Kunstformen reagiert das Theater auf gesellschaftliche Veränderungen und drängende soziale Themen, zumal dann, wenn diese häufig als krisenhaft empfunden werden und der Eindruck entsteht, dass etablierte Strukturen nicht mehr tragen. In diesem Kontext ist jede Produktion als Ausdruck ihrer Zeit lesbar, als eine wie auch immer geartete Form der Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Realität.

Was bringt Bühnenbildner dazu, trotz oder gerade wegen der immer schwierigeren Voraussetzungen ihres Metiers weiter dem Traum des Theaters zu folgen und worin sehen sie den Sinn und die Aufgabe des Theatermachens in unserer Zeit? Antworten auf diese Fragen versuchten die 77 Bühnen- und Kostümbildner, Szenenbildner für Film und Fernsehen sowie Puppengestalter und Puppentheaterausstatter aus dem deutschsprachigen Raum zu geben, deren Arbeiten von einer Jury ausgewählt wurden.

„Bild und Szene 5" war die größte und komplexeste Darstellung der szenografischen Kunst im deutschsprachigen Raum, die bisher gezeigt wurde. Sie zeigte den mitunter mühevollen, manchmal widersprüchlichen Weg von der Idee über Skizzen, Entwürfe und Modelle bis zum fertigen räumlichen Resultat im Foto und vermittelte einen Eindruck von den Bühnen- und Kostümwelten der letzten Jahre.

Es wurde ein Hochschulprogramm integriert, das den szenografisch ausbildenden Hochschulen ein Forum zum Austausch untereinander und eine Plattform zur Präsentation der studentischen Arbeiten bot. Die Ausstellung wurde durch ein künstlerisches Rahmenprogramm begleitet.

In Zehdenick wird ein Teil der Ausstellung von ca. einem Drittel der Aussteller, besonders junge Bühnen- und KostümbildnerInnen, mit Skizzen, Zeichnungen, Figurinen, Modellen, Originalkostümen und Beiträgen zum Figurentheater zu sehen sein. Außerdem wird der Ausstellungsbeitrag  "Filmszenografie" vollständig gezeigt.

In freundlicher Zusammenarbeit mit dem Bund der Szenografen und einer Auswahl aus der Ausstellung "Bild und Szene 5" Schloss Elisabethenburg und im Theatermuseum Meiningen vom 21.10.2007-16.03.2008.

Wir danken besonders Frau Ilse-Maria Dorfstecher und Herrn Horst-Werner Schneider für die kreative Kooperation.

Eröffnung: Sonntag, 27. April 2008 / 16:00 Uhr
Rede: Ilse-Maria Dorfstecher
Musik: Kasbek Duo / Berlin