Anfahrt

18.03.18 16:00 Konzert

Liedergeschichten zum Leben von Regine Hildebrandt

Ein Nachmittag mit:

CARMEN ORLET & HUGO DIETRICH

Carmen Orlet (voc, acc, Stimme…) & Hugo Dietrich (g, voc)

Mit ihrem neuen Programm möchten die beiden Woltersdorfer Carmen Orlet und Hugo Dietrich an Regine Hildebrandt erinnern. Der Versuch einer Annäherung an ein bewegtes, energiegeladenes, aufopferungsvolles und liebevolles Leben. Fordernd, witzig und streitbar wurde sie für viele zur Identifikation und Symbolfigur der Nachwendezeit, als Politikerin und als Mensch! 1999 schreibt sie einen Brief an ihre Enkel. Dieser liest sich heute – auch 15 Jahre nach ihrem viel zu frühen Tod – als Maxime und Gebrauchsanweisung für ein würdevolles

und erfülltes Leben verbunden mit der immer währenden Hoffnung auf gesellschaftliches Miteinander und Frieden ... Beim Lesen der zahlreichen Literatur über Regine Hildebrandt sind Carmen Orlet und Hugo Dietrich immer wieder über vereinzelte Geschichten und Anekdoten „gestolpert“ – boten diese doch vielerlei Schnittstellen zu den Liedern, die beide seit Jahren singen und vor dem „Vergessen“ bewahren. Entstanden ist ein kleines privates „ErinnerungsKonzert“ – ohne Anspruch auf Vollständigkeit, nachdenklich und witzig, voller staunend machender Wendungen mit Liedern & Texten von Brecht, Gundermann, Burger, Mildner u.a. 

„Sehn se mich, als die die ich bin / so sehn se mich ganz richtig / bei Klein und Groß ganz ich zu sein /

das ist mir wirklich wichtig ...“  

Presse:

„Sie spielten im gut gefüllten Kufasaal das sehr persönliche Programm "Liedergeschichten", das an die streitbare

SPD-Politikerin Regine Hildebrandt erinnert. Mit nur 60 Jahren starb die Frau, die ihre Meinung überall frei und

unkonventionell äußerte, viel zu früh an Krebs.

Passagen eines Briefes, den sie in ihrem Haus am Woltersdorfer See bei Berlin 1999 an ihre Enkel geschrieben

hatte, und Erinnerungen ihrer Angehörigen machten sie lebendig. Das "Teilhabenlassen anderer" habe sie als

Kind in der kargen Nachkriegszeit geprägt, verlas Carmen Orlet aus dem Brief. Gundermanns Lied "Vögelchen"

blickte dazu passend auf die Jugendzeit und die späteren Jahre eigener Kindererziehung zurück. 1961 hatte

Familie Hildebrandt, die damals an der Bernauer Straße an der Zonengrenze wohnte, den Mauerbau erlebte und

musste aus dem nunmehrigen Gebiet der Staatsgrenze zu Westberlin wegziehen, erzählte Carmen Orlet. Als

Mitglied der evangelischen Kirche suchte Regine Hildebrandt wegen des wachsenden politischen Drucks eine

geistige wie menschliche Nische und fand sie in der Berliner Domkantorei, in der sie bis zum Ende ihres Lebens

2001 mitsang. Die junge Frau fand auch Kraft bei der Familie, ihren Kindern und Enkeln. Seit den 1950er-

Jahren buk sie für jeden zum Geburtstag einen Frankfurter Kranz. Da die Torte aus mehreren Schichten Teig und

Puddingcreme besteht, passte dazu das "Schichtenlied" von Tobias Burger, das Ingo "Hugo" Dietrich vertont

hatte. Nicht nur die obere Schicht des Backwerkes soll luftig und sahnig sein, fair wäre, wenn der mittlere und

der untere Teil genauso gut schmecken, hieß es im Song. Er beschrieb natürlich auch die politische Haltung von

Regine Hildebrandt, die wollte, dass alle Menschen gleiche Chancen haben…“ Auszug

Katrin Demczenko (Lausitzer Rundschau – 19. Februar 2017)

 

www.carmen-orlet.de  &  www.hugo-sunshine.de

 

Eintrittspreis: telefonische Auskunft

Karten auch erhältlich beim Fremdenverkehrsbüro Telef. 03307 /2877