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10.05.12 19:30 Filmvorführung

Fernsehfilm & Doku über das Trauma Hoheneck…

Im Anschluss an die Filmvorführung Gespräch mit der der Zeitzeugin Tatjana Sterneberg und weiteren Gästen

Es ist nicht vorbei

Fernsehfilm / SWR / 90 min. / D 2011

Carola Weber: Anja Kling / Jochen Weber: Tobias Oertel / Prof. Dr. Wolfgang Limberg: Ulrich Noethen / Monika Limberg: Melika Foroutan / Friederike Limberg: Merle Juschka / Prof. Schmitz: Georg Tryphon Dr. Huber: Justus Carriere / Frau Dr. Huber: Silke Matthias / Anne Weber: Catherine Bode / Hannes: Peter Fieseler / Helga Gramski: Kirsten Block / Elli: Sinha Gierke / Weihe: Ernst Georg Schwill Renate Förster: Marie Gruber / Frau Rohde: Rosa Enskat / Dr. Roost: Thomas Bading / Polizist: Thomas Rudnick / Kamera: Eeva Fleig / Drehbuch: Kristin Derfler, Clemens Murath / Regie: Franziska Meletzky Musik Johannes Kobilke

Über 20 Jahre nach ihrer Zeit im ostdeutschen Zuchthaus Hoheneck erkennt Carola Weber den Arzt wieder, der sie damals gefoltert hat. Aber Professor Limberg ist mittlerweile angesehener Neurologe und weist die Anschuldigung empört zurück. Weil sie ihre Vorwürfe nicht beweisen kann und Limberg sogar mit einem Gutachten kontert, das ihr paranoide Wahnvorstellungen attestiert, zweifelt schließlich auch Ehemann Jochen an Carolas Zurechnungsfähigkeit, zumal sie ihm nie von Hoheneck erzählt hat.

Es klingt nach einem typischen Hitchcock-Stoff, doch der Film erzählt die bittere Wahrheit. Zumindest könnte sie sich jederzeit genau so zutragen: Schockartig erkennt eine Frau in der Stimme eines Mannes jenen Arzt, der vor gut zwanzig Jahren maßgeblich an den "Sonderbehandlungen" beteiligt war, mit denen politische Gefangene im ostdeutschen Zuchthaus Hoheneck gefoltert worden sind.          

tpg. Quelle:http://www.kino.de/kinofilm/es-ist-nicht- vorbei/133106

„Die Frauen von Hoheneck“

Dokumentarfilm / SWR / 29 min / D 2011 / Autoren : Kristin Derfler / Dietmar Klein

Ein DDR-Gefängnis und seine Schatten in die Gegenwart…

Im Anschluss an den Fernsehfilm "Es ist nicht vorbei" will die 30-minütige Dokumentation "Die Frauen von Hoheneck" den historischen Hintergrund deutlich machen und ein Licht auf diesen bisher wenig bekannten, beklemmenden Teil der DDR-Realität werfen, der die Menschen bis heute nicht loslässt. Im Frauengefängnis Hoheneck nahe Chemnitz wurden ab den späten 40er Jahren, vor allem aber nach 1970, Frauen inhaftiert, die wiederholte Ausreiseanträge gestellt oder Republikflucht geplant hatten. Ihr Wunsch nach Freiheit, nach Familienzusammenführung unter anderem wurde vom DDR-Regime mit Kriminalisierung, erniedrigenden Haftbedingungen, Übergriffen des Knast-Personals (zum Beispiel Schlägen) sowie der Behandlung durch Ärzte mit Psychopharmaka, Zwangsarbeit und vor allem mit der Zerstörung ihrer Familien (Zwangsadoptionen, geheimdienstliche Zersetzung innerhalb der Familie und andere Maßnahmen) beantwortet.

Heute, im Jahr 23 nach dem Mauerfall, geht es aber vor allem um die Frage der Aufarbeitung:

Können die Frauen von Hoheneck Ruhe finden?

Die Autoren Kristin Derfler und Dietmar Klein haben in mehrjährigen Recherchen mit vielen Frauen gesprochen. Drei exemplarische Beispiele stellen sie im Film vor: Ellen Thiemann wurde wegen versuchter Republikflucht verurteilt, verraten vom eigenen Ehemann. Ihre Inhaftierung in Hoheneck bleibt ein Trauma und ist noch heute lebendig. Sie klagt Menschen an, die dabei mitmachten, sie wie viele andere Frauen systematisch zu entrechten. Sie gibt sich nicht damit zufrieden, dass die Taten längst verjährt sind, und sich die Täter hinter bürgerlichen Fassaden verstecken können.

www.swr.de/kultur/film/hoheneck/ www.daserste.de/filmmittwoch/film.asp

Die Erstausstrahlung des Spielfilms und der Dokumentation am 09. November 2011, zur Hauptsendezeit, sahen über 5,5 Millionen Zuschauer im Ersten TV Programm der ARD.

In freundlicher Zusammenarbeit mit dem SWR (Südwest Fernsehen Stuttgart) und der Friedrich-Ebert-StiftungLandesbüro Brandenburg / www.fes.de.

 

Eintrittspreis: telefonische Auskunft

Karten auch erhältlich beim Fremdenverkehrsbüro Telef.: 03307 / 2877