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2019 tourt ZEITSCHNITT unter dem Thema „Umbrüche - Aufbrüche“ zu Gast in Zehdenick Film im Gespräch „Wege in die Nacht“

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2019 tourt ZEITSCHNITT  unter dem Thema

„Umbrüche - Aufbrüche“ zu Gast in Zehdenick

Film im Gespräch „Wege in die Nacht“

D 1999, 98 Minuten, Spielfilm / R: Andreas Kleinert /

D: Hilmar Thate, Cornelia Schmaus, Henriette Heinze / FSK: ab 12

öFilm in Koproduktion mit dem ZDF, Das kleine Fernsehspiel, in Zusammenarbeit mit Studio Babelsberg Independents, unterstützt vom Filmboard Berlin-Brandenburg, der Mitteldeutschen Medienförderung und der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern.

INHALT
Der 55-jährige Walter ist arbeitslos. Früher mit einer gewissen Macht und Funktion ausgestattet, ist er jetzt immer weniger in der Lage, einen Sinn in seinem Dasein zu sehen und sich mit der Gegenwart zu arrangieren. Sein letzter Halt ist der Glaube an eine bessere Welt: Er will sich für das „Gute“ einsetzen, notfalls auch mit Gewalt. So zieht er nachts mit zwei Jugendlichen in dem Bewußtsein umher, von der Gesellschaft zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung gebraucht zu werden. Doch die Gesellschaft braucht ihn nicht.

In dem Maße, wie diese Erkenntnis in ihm reift, wird er sich selbst und seiner Umwelt gefährlich. Seine Frau, der einzige Mensch, der ihn liebt, wird ihn am Ende verraten, um sich zu retten. Für ihn kommt jedoch jede Hilfe zu spät. WEGE IN DIE NACHT: ein Film, der auf ebenso präzise wie poetische Weise ein gescheitertes Leben porträtiert.

http://oefilm.de/andreas-kleinert-wege-in-die-nacht/

„Nein, gibt Kleinert zu, ihn würden schon die sperrigen, schwierigen Figuren reizen. Der Film sei 1999, zehn Jahre nach Mauerfall, auch aus einem gewissen Frust heraus entstanden, weil es damals so wenig Filme gab, die sich mit der jüngsten deutschen Vergangenheit oder gar der Gegenwart auseinandergesetzt haben.

Der Nachteil, wenn man Filme über sperrige Figuren dreht, ist nur, dass man die auch nur schwer finanziert bekommt, weil sie keiner unterstützen will.

Der Nachteil, wenn man Filme über sperrige Figuren dreht, ist nur, dass man die auch nur schwer finanziert bekommt, weil sie keiner unterstützen will.“

Quelle: https://www.morgenpost.de/kultur/article216599237/Wege-in-die-Nacht-entstand-aus-Frust-ueber-andere-Filme.html - Berliner Morgenpost 2019

Im Jahr 2012 ging ZEITSCHNITT als Kooperation zwischen der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) und dem Filmmuseum Potsdam unter dem Titel „Film als Zeitgeschichte“ an den Start. 2019 findet die Reihe also schon im achten Jahr statt.

2019 tourt ZEITSCHNITT  unter dem Thema/Titel „Umbrüche - Aufbrüche“ durch Brandenburg. Es liegt nahe, 2019 die mittlerweile 30 Jahre zurückliegenden Ereignisse zu thematisieren, die zum Zusammenbruch der DDR und der Wiederherstellung der deutschen Einheit führten.  Unsere Überschrift „Umbrüche – Aufbrüche“ zielt dabei aber nicht ausschließlich auf Beschreibungen der „Wende“ selbst. Wir erweitern in der aktuellen „Zeitschnitt“-Ausgabe nun den Blick auf die 1990er Jahre, welche bislang filmhistorisch nur wenig beachtet wurden.

Diese in Bezug auf die anderen Ostblock-Staaten „Transformationszeit“ bezeichneten Jahre vollzogen sich in Deutschland anders, verdienen aber auch hier eine sorgfältigere Hinwendung. In ihnen spiegeln sich wichtige Erfahrungen der Umbruchzeit, die bis heute nachwirken. Die eben noch aktuellen Erlebnisse in der Diktatur und die nachfolgende Euphorie angesichts ihrer Überwindung wurden überlagert von ganz neuen Lebensrealitäten, auch von Anpassungszwängen. Das Alte war noch präsent, das Neue noch nicht vergegenwärtigt. Aus dieser widersprüchlichen Situation heraus entstanden vielfältige künstlerische Reflexionen, die vielleicht erst jetzt in ihrem seismografischen Wert erfasst werden können. Wir haben mit der Zeitschnitt-Filmreihe 2019 die schöne Möglichkeit, einige der damals entstandenen Filme im Land Brandenburg zu zeigen. Alle ausgewählten Filme sind sehens- und zeigenswert!

Alle Filmabende werden durch den Filmhistoriker Dr. Claus Löser eingeführt. 

Die Auftakt- und Abschlussveranstaltung finden im Filmmuseum Potsdam statt.

www.aufarbeitung.brandenburg.de

www.zeitzeugen.brandenburg.de 

Eine Veranstaltung in Vorbereitung unserer Veranstaltungsreihe zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am 09. November 1989.

 Eintritt: Eintritt: 3 € / Schüler 1 €