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Karoline Bofinger:
Neben der Arbeit als Fotografin, arbeite ich schon sehr lange als Kuratorin im Comicbereich. Aus dieser langjährigen Auseinandersetzung mit Comics und ihren Schöpferinnen entstand die Idee, Berliner Comickünstlerinnen fotografisch zu porträtieren – allerdings jenseits klassischer Atelieraufnahmen.
Mir geht es darum, für jede Künstlerin und jeden Künstler eine fotografische Entsprechung ihres bzw. seines zeichnerischen Ausdrucks zu finden. Die Fotos übersetzen also den jeweiligen Stil und die Haltung der Porträtierten in eine eigene, fotografische Bildsprache. Die Serie ist somit nicht nur ein Abbild einer Person, sondern auch eine visuelle Übersetzung ihrer künstlerischen Handschrift.
Gemeinsam mit dem Galeristen der Klosterscheune Zehdenick, Dr. Christian Spunk Seipel, entstand die Idee, zu jedem fotografischen Portrait auch ein Werk der jeweiligen Künstlerin oder des jeweiligen Künstlers zu präsentieren – idealerweise eines, das die fotografische Idee spiegelt oder inhaltlich aufgreift. Auf diese Weise entsteht ein lebendiges Zusammenspiel zwischen fotografischer Interpretation und Originalkunstwerk.
Es werden Portraits von Menschen zu sehen sein, die zu den prägenden Stimmen der Berliner Comicszene gehören: u.a. Atak, Jim Avignon, Nele Brönner, Chrigel Farner, Aisha Franz, CX Huth, Jens Harder, Jakob Hinrichs, Sophia Martineck, Mawil, Nettmann, Moki, Leonie Ott, Constantin Satüpo, Rahel Süßkind, Henning Wagenbreth.