MOZART IN DER KLOSTERSCHEUNE
mit Beatricce Wehner-Schaller und Naoko Fukumoto
Im Rahmen der Gesamtaufführung des Klavierwerks von Wolfgang Amadeus Mozart in der Klosterscheune Zehdenick findet das 3. Konzert am Samstag, den 12. September 2026 um 16:00 Uhr statt. Im Mittelpunkt des Programms stehen die Sonaten KV 281 und KV 330 sowie Rondos, Fantasie und die ersten Stücke des 5 und 6 jährigen Knaben.
In Mozarts Werk nimmt die Klaviermusik eine zentrale Stellung ein; er selbst war ein hervorragender Pianist und hat die meisten Kompositionen für den Eigengebrauch verfasst. In ihr zeigt sich die Vielfalt der Mozartschen Musik am deutlichsten und seine persönliche Entwicklung vom Wunderkind zum populärsten Komponisten der Musikgeschichte. Das Klavier hat Mozart sein ganzes Leben begleitet von seiner ersten Komposition im Alter von 3 ½ Jahren bis zu den Schack-Variationen aus dem Umkreis der „Zauberflöte“ in seinem Todesjahr 1791. Der Spiegel des Lebens im Werk ist in dieser Gattung am reinsten fokussiert. Es gibt vieles Unbekannte und Überraschende zu entdecken: die Werke der Kindheit mit ihren Experimenten, die rasante Entwicklung in den frühen Jahren, die Beschäftigung mit der Barockmusik, die hohe Kunst der Variation und die vollkommene Beherrschung der Form, die individuell und improvisierend überhöht wird: eine Hülle zur Freiheit des schöpferischen Geistes. Anders als Beethoven hat Mozart keine Formen entwickelt
und „Musik mathematisch konstruiert“, seine Musik entspring dem Augenblick, der intuitiven Laune. Dies ist gerade in seinen Klavierwerken, die teilweise nach Improvisationen später aufgeschrieben wurden, noch heute deutlich. Die Arrangements zeigen den Praktiker, sich den bestehenden Verhältnissen anzupassen und die Verbreitung seiner Werke zu fördern.
Von Mozart sind die ersten Kompositionsversuche im Alter von 5 und 6 Jahren erhalten. Die kleinen Stücke sind hier erstmals zu hören. Die 2 Rondos aus der Reifezeit sind recht bekannt und zeigen in ihrem Gegensatz die kompositorische Spannweite des Genies Mozart, wie auch die d-moll Fantasie. Erst ab der mittleren Schaffenszeit hat Mozart seine Sonaten geschrieben. Sie sind in der klassischen Form gehalten und zeigen keine formalen Entwicklungen: das klassische Schema wird beibehalten. Ihren Zauber entfalten sie durch ihren vielfältigen Inhalt in der Vollendung des Sonatensatzes.
BEATRICE WEHNER-SCHALLER wurde 1977 in Bukarest geboren. Ihre Leidenschaft zur Musik hat sie bereits als Kind entdeckt, als sie im Alter von 6 Jahren mit dem Klavierunterricht begann und ihr Talent zeigte. Nach Beendigung des Musikgymnasiums in Bukarest kam sie nach Berlin und studierte zunächst an der Universität der Künste und absolvierte anschließend erfolgreich das Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Prof. Georg Sava. Ihre Interpretationen reichen von den Meisterwerken der klassischen Musik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen, wobei sie stets eine außergewöhnliche Sensibilität und technische Brillanz zeigt. Sie beschäftigt sich seit einigen Jahren auch intensiv mit der Musik von Komponistinnen, die sie unter Anderem in ihrer eigenen Konzertreihe „Hommage an Komponistinnen“ präsentiert und wieder aufleben lässt.
Karten für diese Konzerte sind bei der Touristinfo Zehdenick, über EVENTIM, bei
classictic.com und in der Klosterscheune erhältlich.