Back to All Events

Die Kunstszene in Israel und Korea und ihre Situation im Hier und Jetzt

Podiumsdiskussion zur aktuellen Ausstellung zum 30. JT des Mauerfalls mit den Künstlerinnen :

Noa Arad-Yairi (Israel), Jung Sunny Yun (Republik Korea),Fatma Shanan (Israel)

Moderation: André Förster (Verlag Berlin Brandenburg), Musik: Dirk Engelhard Solo Saxofon

„still in work“, 2019, Oil on Canvas, 62 x 47cm

„still in work“, 2019, Oil on Canvas, 62 x 47cm

Fatma Shanan (Malerei, Videokunst…) Israel-Tel Aviv

Fatma Shanan ist bildende Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Tel Aviv. Shanan konzentriert sich auf realistische, großformatige Malerei, meist in der Technik Öl auf Leinwand. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine dramatische und hintergründige Darstellung von Vorfällen/Situationen aus, deren Figuren zu den verschiedenen Kreisen ihres Lebens gehören, insbesondere um Julis, das drusische Dorf, in dem sie geboren und aufgewachsen ist. Ihre Kunst ist bestrebt, feste Definitionen in Bezug auf Malerei, Geschlecht, nationale und ethnische Identitäten zu dekonstruieren und fließendere Definitionen zu bedienen. In ihren jüngsten Gemälden nutzt Shanan ihren eigenen Körper für das dargestellte Bild, während die Verbindungen zwischen Körper, Geschlecht, Raum und Raumgestaltung in ihrer Arbeit immer mehr in den Vordergrund rücken. Diese Verbindungen kommen vor allem durch das Motiv des Teppichs zum Ausdruck, dass sie als heterotrophe Zonen betrachtet: Es ist ein fest definiertes Objekt, das aus seinem ursprünglichen Kontext herausgelöst wird und das überall und jederzeit subversiv platziert werden kann, um einen neuen Ort der Selbstentfaltung zu schaffen.

Shanan war die Gewinnerin des HaimShiff-Preises für figurativ-realistische Kunst 2016, der vom Tel Aviv Museum verliehen wurde, wo sie im Sommer 2017 solo ausstellte. Sie stellte allein in der DITTRICH & SCHLECHTRIEM Galerie, Berlin (2019) und in der Armory Show in New York City im gleichen Jahr aus. Shanans Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen unter anderem im Israel Museum in Jerusalem (2019), im Eretz Israel Museum, Tel Aviv (2019), im Museum für Islamische Kunst, Jerusalem (2018) und bei der Internationalen Kunstmesse Art Düsseldorf (2018) u.a. gezeigt. Shanan erhielt mehrere weitere Auszeichnungen und Stipendien für ihre künstlerischen Leistungen, u.a. von Institutionen wie Artist (2016/2017); Israels Kulturministerium (2017, 2014), Asylkünste (2017) und Israels Pais-Kulturrat (2016, 2014, 2013). Shanan hat an Residency-Programmed bei Residency Unlimited, New York (2018) teilgenommen. Peleh Fund Residency, Kalifornien (2017-2018); und Artport Tel Aviv (2016-2017).

 
“Noman” (torso), 2011/2019, Cementand iron rods structure, W44cm x D15cm x Ht 43 cm

“Noman” (torso), 2011/2019, Cementand iron rods structure, W44cm x D15cm x Ht 43 cm

NOA Arad-Yairi (Skulpturen, Installation…) Israel-Jerusalem

Noa Arad-Yairi ist eine in Jerusalem geborene zeitgenössische Künstlerin, die sich vor allem dem Genre der Bildhauerei widmet. Arad-Yairi studierte Bildende Kunst an der NB Haifa School of Design (1984-1988). Kurz nach ihrem Abschluss eröffnete sie ein Designstudio und arbeitete als künstlerische Leiterin und Grafikdesignerin.
2007 gab Arad-Yairi das Studio auf und begann hauptberuflich als Bildhauerin zu arbeiten. Sie zeigt ihre Werke seit 2009 regelmäßig in Ausstellungen.

Eine Frau und eine Israelin zu sein, die in Jerusalem lebt, einer so rauen und komplizierten Stadt, sind die Stützen ihrer Arbeit. Ihr Oeuvre besteht aus Werken, die sich mit der Rolle der Frau und des Frauseins in der gegenwärtigen Welt auseinandersetzen. Ihr Schaffen beschäftigt sich außerdem mit der Darstellung politischen Neigungen im öffentlichen Raum oder an ganz bestimmten Standorten. Ihre Skulpturen sind die Bühne für die Verbindung von Intellektuellem und Instinktivem.
Noa Arad-Yairi modelliert ihre Figuren in Ton und wendet dabei das Subtraktionsverfahren an (Technik des Wegnehmens). Einige Skulpturen aus Ton werden gebrannt. Für andere Figuren stellt sie Gussformen her und gießt sie je nach Motiv in unterschiedliche Materialien wie Zement,

 

Polymerputz, Polyester.

Neben ihrem Wirken im eigenen Atelier arbeitet Arad-Yairi mit der Empty House-Gruppe bei verschiedenen Kunstprojekten zusammen - als Künstlerin und als künstlerische Leiterin.
Noa Arad-Yairis Arbeiten wurden in Museen und Galerien in Israel, Europa und den USA ausgestellt.
Arad-Yairi unterrichtet Bildhauerei an der Emuna - Akademische Hochschule für Kunst und Bildung in Jerusalem und  ist  Beraterin für Projekte an der Bezalel - Akademie für Kunst und Design in Jerusalem.

 
„The site of the remains excavation in 2015“ Foto von ihrer Videokunst…

„The site of the remains excavation in 2015“ Foto von ihrer Videokunst…

Yunsun Jung (Video Kunst, Performance) Korea-Seoul

1976 in Bunsan, Südkorea, geboren. / Yunsun Jungs Arbeit konzentriert sich auf Orte im öffentlichen Raum (Stadtraum). Sie befasst sich mit politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und künstlerischen Diskursen. Jung spielt die Rolle der Lieferantin, die mehr eine Art Dienstleistung mit Kunstformen anbietet als die Produzentin, die selbst Kunstobjekte herstellt. Sie geht Beziehungen mit Gemeindemitgliedern ein und plant künstlerische Projekte mit Kommunen und Gemeinden, der Gesellschaft und den Menschen auf der Grundlage ihrer Gedanken und Gefühle.    

Deutschland und die koreanische Halbinsel haben zwar unterschiedliche historische, kulturelle und geografische Umfelder, aber sie teilen seit langem den Wert von Frieden und Freiheit sowie von Teilung und Verlust, aber auch von Wiedervereinigung. Es ist klar, dass die Erfahrung Deutschlands, sich durch einen auf gegenseitigem Respekt beruhenden Prozess des Friedens und der Zusammenarbeit wieder zu vereinen, eine Richtung für uns vorschlägt.

 
logo-friedrich-ebert-stiftung.svg-.png

Mit freundlicher Unterstützung der Friedrich Ebert Stiftung Brandenburg.

Vorverkauf: 3 € / Tageskasse: 5 € / Schüler: 1 €