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Statements der 30 Künstlerinnen zur aktuellen Ausstellung

Szenische Lesung & Tanz

Inés Burdow (Szenische Lesung) & Fine Kwiatkowski (Tanz)

Künstlerisches Statement Ulrike Hahn eine von 29 Statements zur Ausstellung… HINTER/VOR und NACH der MAUER: Zum 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer in Deutschland  09.November 1989


„Die Zeit des Mauerfalls 1989 war für mich geprägt durch persönliche und politische Veränderungen. Damals noch am Beginn meiner malerischen Laufbahn war die Entscheidung, ein Studium der Malerei zu beginnen noch nicht ganz reif. Die Beschäftigung mit dem Metier Malerei hatte mich aber längst mit allen Sinnen erfasst. In dieser Zeit versuchte ich mich regelmäßig an Stillleben, die ich selbst aus Äpfeln, alten Flaschen, Töpfen und Wasserkessel aufbaute.

Aus meinen Tagebuchaufzeichnungen vom 02.10.1989: „Noch 4 Wochen bis zur Entbindung, Zeit, die ich nutzen will… In dieser Form werden es wohl die letzten 4 Wochen in meinem Leben sein, die ich verbringe. Diese Zeit gehört noch ganz allein mir und es tun sich eine Menge Fragen auf…. Wie die Zeit am besten nutzen? Gestern habe ich einen Tag versucht intensiv zu arbeiten – zu malen, es geht mächtig an die Kräfte, nur ist es noch so neu, dass ich nicht genau einschätzen kann physisch oder psychisch. Und immer wieder Fragen. War das intensive Arbeit...?“

Zeitgleich erfasste eine Welle von Protesten und Demonstrationen das Land, in dem ich lebte, die DDR. In mein Tagebuch schrieb ich  am 04.11.1989: „Heute war große Demonstration in Berlin, an die 500000 sollen auf den Straßen gewesen sein. T. war mit C. natürlich auch dabei. Ich habe das ganze vorm Fernseher verfolgt. Es ist ermutigend und beängstigend zugleich, wie das Volk plötzlich auftritt. Alle scheinen aus ihrer Lethargie erwacht und melden sich zu Wort…. Viele wollen jetzt auch radikalere Lösungen…“ Auszug

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 …Ines Burdow  und Stephan Baumecker näherten sich in einem klug zusammengestellten Programm dem Werk und dem Leben von Stefan Heym und vermitteln ein sehr lebendiges Bild des Autors, brillant vorgetragen und in Szene gesetzt. ...Sächsische Zeitung 

Stefan Heym, der Unbequeme …Genialer Abend! Jamal Tuschick  LiveKritik, Im Schwanenhals, Hommage an Helga M. Novak

…Später gesteht er uns seine Vorliebe für den deutschen Idealismus. Ja, frag ich mich, wo ist der eigentlich hin…


                Zwei Tage nachher hätte ich eine Antwort gewusst. …
Schau nach Strausberg, Anatoli, da triffst du auf Ines und Melanie, die Zug um Zug ihr Theater der Anderen Welt erschaffen, zwei Realidealistinnen! .… Theater der Zeit

www.ines-burdow.de

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 "... erkundet die Kwiatkowski mit bizarren, alle Teile des Körpers in Bewegung setzenden Verschraubungen, Windungen, Krümmungen, Drehungen. Sie tanzt gekrümmt, schleichend, sich metamorphosisch in zahllose, verwinkelte Wesen verwandelnd. Finger, manierierte, verquere Handbewegungen, Füße, Kopf und geschmeidiger Körper ... Wie viel davon ist augenblickliche Improvisation, unmittelbare Eingebung ... und was ist bei dieser außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit minutiös ausgeklügelte Choreographie? ... Ein großer Abend, der unter die Haut ging."
(Dr. Herbert Henning, Volksstimme Magdeburg, 2000)

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"Fine Kwiatkowski offenbart mit ihrer außergewöhnlichen und hoch differenzierten Körpersprache, dass die Grenzen dessen, was durch Bewegung sagbar ist, noch immer nicht festgeschrieben sind. Sie intensiviert innere Zustände, manifestiert sie durch unverwechselbare Bewegungen im Raum, in der Abfolge bis hin zur Skulptur, indem sich ihr Tanz, ein nur mit persönlichem Atem einzugebender Code, mit den Klängen und Bildern verschränkt."
(Urs Leimgruber, Saxophonist, 2002)

www.fine-k.de

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Ein Programm unserer Veranstaltungsreihe zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am 09. November 1989.

Vorverkauf: 7 € / Tageskasse: 10 € / Schüler: 3 €

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